Kreisverwaltung Teltow-Fläming
 

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Willkommen auf meiner Internetseite!

Das Bild zeigt Kirsten Gurske.
Kirsten Gurske

 

Liebe Teltow-Flämingerin, lieber Teltow-Fläminger,

Ich freue mich, dass Sie den Weg auf meine Internetseite www.kirsten-gurske.de gefunden haben. Als Erste Beigeordnete des Landkreises Teltow-Fläming und allgemeine Vertreterin der Landrätin Kornelia Wehlan möchte ich Ihnen auf diesem Wege meine Person näher bringen, meine Ziele und Ideen vorstellen.

Ich grüße Sie!

Ihre Kirsten Gurske

PS: Lesen Sie ruhig auch einmal in meinem Tagebuch ...

23. August 2016

Der Aktuelle Stand: Zur Situation der Flüchtlingspolitik

Das Ziel: Notunterkünfte leer ziehen.

Rund 1.900 Flüchtlinge leben derzeit in 16 Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen im Landkreis Teltow-Fläming. Aktuell wurde mit Schönhagen eine der beiden Thermohallen belegt. Dort wohnen derzeit knapp 60 Personen, die von der AWO betreut werden.

Weiterhin nahm eine zweite Einrichtung in Rangsdorf ihren Betrieb auf. Rund 260 Personen erhalten bereits Leistungen nach dem SGB II. Aufgrund der Tatsache, dass vielfach die Passprüfung lange Zeit in Anspruch nimmt, sind diese Flüchtlinge meist noch an den Wohnsitz im Landkreis Teltow-Fläming gebunden. Bis sich ihre Lebenssituation geklärt hat, können sie in den Gemeinschaftsunterkünften bleiben, wenn die Zugangszahlen weiterhin so moderat bleiben.

Während in den letzten vier Monaten des Jahres 2015 insgesamt rund 1.200 Asylbewerber zugewiesen wurden, waren es in diesem Jahr bisher lediglich 255. Das ist ein Rückgang von fast 80 Prozent. Der Kreis hat diese Situation genutzt, um Notfallplätze und Überbelegungen abzubauen. Für einen Teil der Geflüchteten bedeutete dies einen Umzug, der manchmal auf Widerstand stieß, obwohl sich die Wohnbedingungen im Rahmen der Gemeinschaftsunterbringung sogar verbessert haben. Nicht jeder Asylsuchende und auch nicht alle Ehrenamtler haben Verständnis für die erforderlichen Umzüge.

Dass dieser Verdichtungsabbau stattfinden musste, resultiert aus den Mindestbedingungen, die das Land Brandenburg für die Unterbringung definiert hat. Sie waren nur für die Zeit mit den extrem hohen Zugängen punktuell aufgehoben worden. Die Belegungsreduzierung verbessert mit Sicherheit die Situation vor Ort. Etwas mehr Platz für die Menschen und auch die Entlastung der Sozialarbeiter kann nur Vorteile bringen.

Der Verzicht auf Auszüge hätte ab dem 1. Juli 2016 eine deutlich geringere Kostenerstattung bei gleichbleibenden Kosten zur Folge gehabt. Durch unsere Mitarbeiter wurde jedoch sichergestellt, dass die Schulkinder nicht ihre Klassen verlassen mussten sowie Praktikumsplätze oder Sprachkursteilnahme nicht in Frage gestellt waren.

Mit dem Beschluss des Kreistages konnte Teltow-Fläming der Rahmenvereinbarung für die elektronische Gesundheitskarte beitreten. Gemeinsam mit der AOK wird jetzt die Umstellung vorbereitet. Ab September sollen die ersten Flüchtlinge dann ihre Karten erhalten. Die Menschen können dann ohne Umwege über das Sozialamt eine Arztpraxis aufsuchen. Allerdings bleibt das Leistungsangebot trotz Gesundheitskarte auf Schmerz- und Notbehandlungen beschränkt.

Neben der räumlichen Verbesserung kann in den Heimen jetzt auch mehr Personal beschäftigt werden. Auch wenn die Zahl der Sozialarbeiter/-innen lange noch nicht ausreichend ist, haben wir hier eine positive Veränderung in der Betreuung. Ein großes Problem stellt jedoch die Fachkräftegewinnung dar. Es wird immer schwieriger, Sozialarbeiter oder Sozialpädagogen oder zumindest in der Flüchtlingsarbeit erfahrene Personen zu finden.

Auch in der Betreuung der minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge ist das ein Problem. Derzeit leben rund 100 dieser Jugendlichen in Teltow-Fläming und werden durch das Jugendamt betreut. Seit geraumer Zeit können viele von ihnen am Oberstufenzentrum zur Schule gehen. Für viele Jugendliche stellt das Problem und Herausforderung gleichzeitig dar. So sehr sie sich den Zugang zur deutschen Gesellschaft wünschen, so stark ist oft auch der Druck aus der Vergangenheit. Viele Jugendliche sind ein solches Bildungs- und Ausbildungssystem nicht gewöhnt. Sie wünschen sich Arbeit, um schnell Geld zu verdienen und die Zuhausegebliebenen unterstützen zu können.

Eine Herausforderung für den Kreis wird es auch, die einmalige Unterstützung mit Bundesmitteln zu kompensieren. Die Bundesmittel stehen nur noch bis Ende 2016 zur Verfügung. Einige soziale Angebote, die daraus finanziert wurden, sind freiwillige Leistungen, aber aus unserer Sicht von großer Bedeutung. Für die Helferkoordination bei der GAG, für die mobile Flüchtlingshilfe bei der Diakonie, aber auch in der Jugendprojektarbeit müssen für 2017 neue Lösungen gesucht werden. Gute Ideen sind gefragt.

Kirsten Gurske